Die Busmannkapelle

Zeichnung der Busmankapelle
Zeichnung der Busmannkapelle (Klicken zum vergrößern)

Am Postplatz stand bis 1963 die Ruine der am 13. Februar 1945 schwer beschädigten Sophienkirche. Sie gehörte zu den ältesten und bedeutendsten Kirchen der Stadt. Die um 1400 durch den Bürgermeister Lorenz Busmann angebaute Kapelle war ein architektonisches Kleinod in Dresden.

Unter direkter Einflussnahme von Walter Ulbricht wurden die erhaltenswerten Mauern und Türme der gotischen Hallenkirche 1963 trotz zahlreicher Proteste abgerissen. Nun soll am Ort der früheren Busmannkapelle aus den geborgenen Steinen und Kunstwerken ein Gebäude entstehen, das die Erinnerung an die Sophienkirche wachhält. Der Entwurf für die Gedenkstätte stammt vom Architekturbüro Gustavs und Lungwitz, das 1996 als Sieger aus einem städtischen Wettbewerb hervorgegangen ist.

Seit 1998 sammelt die Gesellschaft zur Förderung einer Gedenkstätte für die Sophienkirche Dresden e.V. Mittel für den Wiederaufbau.

Die neue Gedenkstätte soll an die Geschichte der Kirche, die Schrecken des Krieges, an den Machtmissbrauch der Diktatoren sowie an den christlichen Widerstand erinnern und ein Ort der Bildung und Besinnung werden. Die Bürgerstiftung plant später die ehrenamtliche Betreuung des Gebäudes zu sichern und fungiert als Bauherr. Die Bauleitung hat Professor Gerhard Glaser übernommen. Der Förderverein, das Kulturamt der Stadt Dresden, die Evangelisch-Lutherische Landeskirche und die Bürgerstiftung erarbeiten gemeinsam ein Nutzungskonzept.

Am 13. Februar 2009 wurden die symbolischen Pfeiler der Kirche auf dem historischen Grundriss errichtet. Die Fertigstellung der Busmannkapelle hängt ab von der Spendenbereitschaft der Dresdner und den Mitteln, die der Stadtrat bereitstellt, der sich zu dem Projekt bekannt hat. Auch die Bürgerstiftung lädt ein, für das Projekt zu spenden.

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