Gedenktafeln für Dresdner Stifter
Die Bürgerstiftung will mit Gedenktafeln an Gebäuden, die mit Stifterpersönlichkeiten oder Stiftungsaktivitäten in Verbindung stehen, an die große Dresdner Stiftungstradition erinnern. Gleichzeitig sollen mehr Menschen ermutigt werden, durch eigenes Stiften Gutes für die Stadt zu tun. Die Tafeln werden hauptsächlich durch den
RHE-EL Fonds zur Förderung des Stiftungswesens finanziert.
Die erste Tafel wurde im Juni 2003 am Wohnhaus des Ministerialbeamten und Waldparkstifters Arthur Willibald Königsheim (1816–1886) in der Goetheallee angebracht. Noch heute sichert die von ihm 1875 errichtete Waldparkstiftung Erhalt und Pflege der Anlage, die zu der hohen Wohn- und Lebensqualität in Blasewitz beiträgt.
weitere Informationen in unserem Königsheim - Flyer
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Eine zweite Gedenktafel konnte im Februar 2005 am ehemaligen Unternehmens- und Wohnsitz von Franz Ludwig Gehe (1810–1882) in der Königstraße 1 enthüllt werden. Der Pharmaziegroßhändler Gehe hatte per Testament eine Stiftung mit einem Kapital von 2 Millionen Mark gegründet. Die Gehe-Stiftung veranstaltete bis 1913 fast 2000 Vorträge und richtete eine staatswissenschaftliche Bibliothek ein. Der Guss der Gedenktafel wurde durch eine Spende vom Eigentümer des ehemaligen Geheschen Firmensitzes möglich.
weitere Informationen in unserem Gehe-Flyer
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Die dritte Stiftertafel befindet sich seit November 2006 am Glockenspielpavillon des Zwingers. Sie ist Friedrich Anton Serre (1789–1863), dem Mitbegründer der Deutschen Schillerstiftung, gewidmet. Die 1859 im Dresdner Zwingerpavillon konstituierte Stiftung diente der Unterstützung bedürftiger oder in Not geratener Schriftsteller und ihrer Angehörigen, aber auch der Förderung literarischer Talente. Um der Schillerstiftung eine nachhaltige finanzielle Basis zu geben, initiierte Serre eine nationale Lotterie. Diese erbrachte der Stiftung das beträchtliche Grundvermögen von 300.000 Talern.
weitere Informationen in unserem Serre-Flyer
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An der Loschwitzer Straße 37 erinnert seit November 2007 eine Gedenktafel an den Dresdner Stifter Friedrich Hermann Ilgen (1856–1940). Der Apotheker Ilgen investierte Millionen in seine Stiftungen, deren Erträge vor allem der Kunst und dem Sport zugute kamen. In Dresden ermöglichte er zum Beispiel den Bau einer Leichtathletik-Sportstätte (heute Rudolf-Harbig-Stadion). Die Hermann-Ilgen-Stiftung besteht weiterhin, pflegt die Bauten des Stifters, fördert die Bildhauerkunst und stellte die Mittel für die Tafel zur Verfügung.
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Die fünfte Stiftertafel für die Familie Arnhold wurde am 8. April 2009 in der Tiergartenstraße 28 an einer Stele der Künstlerin Erika Lust befestigt eingeweiht. Die Arnholds förderten in Dresden seit Ende des 19. Jahrhunderts Wissenschaft, Kunst und soziale Projekte. Der jüdische Bankier Georg Arnhold (1859–1926) gründete 1911 eine Stipendienstiftung für Kunststudenten. Er stiftete außerdem das nach ihm benannte Georg-Arnhold-Bad. Seine Nachfahren besuchten nach der Wiedervereinigung häufig Dresden und setzen die Unterstützung des Gemeinwohls im Sinne ihres Großvaters fort.
weitere Informationen in unserem Arnhold-Flyer
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