Gedenkstätte Sophienkirche- Busmannkapelle

Die gläserne Architektur steht für Offenheit und Weite, für Toleranz und Versöhnung: eine eindeutige Botschaft.

Die Verwundungen und Relikte der Vergangenheit sind deutlich sichtbar und werfen Fragen auf.

Die Architektur ist die Botschaft.

Die Gedenkstätte Sophienkirche ist ein Ort, der zum Hinterfragen anregt. Hier besteht ein deutlicher Kontrast zu den Gebäuden um sie herum und zu der mal mehr, mal weniger gelungenen Rekonstruktion einer Innenstadt als Ort einer heilen Welt, deren Idylle nur montagabends - wenn auch immer weniger hörbar - gestört wird.

Werte wie Offenheit und Toleranz sind heute wieder in großer Gefahr. Daher wird die Busmannkapelle zu einem lebendigen Ort der Auseinandersetzung mit der Dresdner Geschichte und des Gedenkens, aber auch ein Forum, um die historischen Wurzeln drängender Gegenwartsfragen aufzudecken. Zudem ist sie der Platz in Dresden, an dem die Folgen des Missbrauchs politischer Macht in besonderer Weise sichtbar sind. Und sie wird vor allem durch ihre Verbindung zur Nagelkreuzgemeinschaft ein Ort der Versöhnung.

„Für mich geht mit dem Aufstellen des Nagelkreuzes ein Traum in Erfüllung“, sagt Harald Bretschneider, früherer Landesjugendpfarrer und Oberlandeskirchenrat a.D., der gemeinsam mit Prof. Dr. Gerhard Glaser, Landeskonservator a.D., über elf Jahre lang den Bau der Busmannkapelle ehrenamtlich vorantrieb. Dabei engagieren sich die beiden bekannten Sachsen als Stiftungsräte der Bürgerstiftung, die als Bauherrin fungiert.

Unterstützt werden sie von der Gesellschaft zur Förderung einer Gedenkstätte für die Sophienkirche Dresden e.V., die den 3,5 Millionen Euro kostenden Bau bisher mit über 300.000 Euro Spenden und unzähligen ehrenamtlich geleisteten Stunden unterstützt hat. Die Bürgerstiftung hat den Aufbau der Gedenkstätte Sophienkirche- Busmannkapelle seit Anbeginn als operatives Förderprojekt aufgefasst, also mit eigenen Personalkapazitäten unterstützt und begleitet.

Die frühere Sophienkirche zeichnen drei markante Aspekte aus: Einst stand hier ein Kloster der Franziskaner-Bettelmönche, Dresdens ersten Sozialarbeitern. Später wurde die Kirche evangelische Hofkirche und war ein Zentrum der Kirchenmusik. Nach 1933 schließlich entwickelte sie sich zu einem Ort des Widerstandes gegen die Nazibarbarei: Die Bekennende Kirche war in der Sophienkirche stark verankert.

Englische Bomber machen die Sophienkirche am 13. Februar 1945 zur Ruine. In den 1950er- und 1960er-Jahren meinten die damaligen politischen Herrscher, mit der Sprengung der Sophienkirche symbolisch 800 Jahre christlich geprägte Dresdner Geschichte beseitigen zu können.

Was findet künftig in der Busmannkapelle statt? Zuerst eine Ausstellung zur Bedeutung des geschichtsträchtigen Ortes. Die Busmannkapelle bietet aber auch Platz für Gesprächsformate, Theater und Ausstellungen mit historischen, künstlerischen und geistlichem Gepräge. Die Gedenkstätte wird zu Stadterkundungen einladen und zu einem Ruheort auf dem Weg des Dresdner Gedenkens werden. So kann sie Dresdnern und Besuchern Orientierung zu wichtigen Facetten der Dresdner Geschichte geben.

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