Stiftung Umgebindehaus

Umgebindehäuser verbinden Blockbauweise mit Elementen des Fachwerks und des Massivbaus.

Eine Stiftung sorgt für die Erhaltung der noch vorhandenen Häuser in Sachsen, Polen und Tschechien. Sie fördert auch den Erfahrungsaustausch von Experten im Dreiländereck.

Das Umgebindehaus - Erkennungszeichen einer Region

Fachwerkhäuser kennt jeder. Das Umgebindehaus ist außerhalb der Region kaum bekannt. Dabei war dies über Jahrhunderte die traditionelle Bauweise für Häuser in Teilen der Oberlausitz. Umgebindehäuser sind in drei Teile geteilt: Zum einen ist die Trennung von Stubenkörper und Dachgeschoss charakteristisch. Zum anderen verläuft im unteren Geschoss ein Hausflur quer, der Wirtschafts- und Wohngebäude voneinander trennt. Insgesamt schätzt man die Zahl der heute noch vorhandenen Umgebindehäuser auf rund 20.000 im Dreiländereck, davon ein Drittel in der Oberlausitz.

Die Stiftung Umgebindehaus kümmert sich um Umgebindehäuser, Schrotholzhäuser und ähnliche Bauwerke. Sie unterstützt bauwillige Eigentümer beim Wiederaufbau und Erhalt dieser Denkmale. Die Stiftung hat auch ein Haus selbst erworben, um es für eine sinnvolle Weiternutzung herzurichten und es dann wieder zu veräußern.

Mit einer Baumaterialbörse gibt sie den Hausbesitzern, die ihr Umgebindehaus mit viel Engagement erhalten wollen, die Möglichkeit, gegen eine Spende historische Bauteile aus Abrisshäusern zu nutzen. Erfolgreich ist auch die Umgebindehausbörse, die seit 2016 auf der Website www.stiftungumgebindehaus.de Käufer und Verkäufer zusammenbringt.

Leider wird die Region immer wieder von Hochwassern an Neiße, Spree und ihren Nebenflüssen heimgesucht. Hier konnte die Stiftung vielfach helfen und hat allein in den letzten Jahren aus Mitteln des Ostdeutschen Sparkassenverbandes betroffene Hausbesitzer mit mehr als 500.000 Euro unterstützt.

Die Stiftung fördert wissenschaftliche Untersuchungen und knüpft ein dichtes, Grenzen überschreitendes Kontaktnetz von Wissenschaftlern in Polen, Tschechien und Deutschland – nicht zuletzt durch den jährlich vergebenen Umgebindehaus-Preis.

Die Stiftung Umgebindehaus wurde zuerst 2004 als Treuhandstiftung unter dem Dach der Bürgerstiftung Dresden auf Initiative von Landeskonservatorin Prof. Rosemarie Pohlack und Winfried Ripp gegründet. Erststifter waren die Kreissparkasse Bautzen, die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien und der Sächsische Innenminister. Inzwischen sind zahlreiche Oberlausitzer hinzugekommen und die Stiftung ist seit 2009 rechtsfähig.

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